Wir wussten ja, dass es dort auch im Hochsommer meist kalt ist. Zur Vorbereitung hatten wir uns extra noch leichte Fleece- und dünne Regenjacken gekauft. Die haben auch wunderbar warm und trocken gehalten.
Wenn mich jetzt jemand fragen würde: wie ist Island, würde ich ihm so antworten wie Obelix auf dieselbe Frage nach der Schweiz: flach.
Durch die extrem niedrigen Wolken, praktisch ununterbrochenem starken Regen und ordentlichem Wind, waren Berge und Landschaft leider nicht zu sehen.
Wir haben in ca. 4 Stunden am späten Nachmittag und Abend den "Golden Circle" abgefahren mit Thingvellir, Geysir und Gullfoss. Jedes für sich durchaus beeindruckend. Vielleicht einmal bei besserem Wetter.
Alle Isländer, mit denen wir Kontakt hatten, waren sehr freundlich und zuvorkommend.
Beim Abflug allerdings totales Chaos. Zuerst war bei mir kein Online-Checkin möglich. Dann mussten wir unsere Tasche als Sperrgepäck aufgeben (da sind Gurte dran, die könnten sich verfangen - in Hamburg ging das noch problemlos).
CheckIn ok, da es netterweise ein Family CheckIn gab (hat Ina entdeckt). Anschließend haben wir Skyr gegessen und uns dann auf den Weg zum Gate gemacht. Wartezeit an der Security: keine. Wunderbar.
Dann kam die Passkontrolle. Für EU-Bürger über 18 mit automatisierter Passkontrolle. Also haben wir uns getrennt. Ina durch die Automatik und ich bin mit Theis durch den Bereich mit echter Passkontrolle gegangen. Wartezeit: ca. 10 Minuten. Zeit bis zum Schließen des Gates: ~45 Minuten. Nach der Kontrolle dann automatisierter Bordkartencheck. Theis kann durchgehen, ich bin leider für einen "random extra security check" auserwählt.
Also hatten wir folgende Situation: Ina am Gate, Theis hinter der Kartenkontrolle und ich davor. Eine völlig überforderte Dame des Flughafens hat dann dafür gesorgt, dass Theis wieder zu mir kam.
Wir mussten uns dann in eine lange Schlange stellen. Inzwischen noch 15 Minuten bis Gate-Closing. Der Blutdruck steigt, panische Nachrichten sausen von Smartphone zu Smartphone.
Endlich der Erste in der Schlange. Bordkartenkontrolle und ich erhalte eine Wartenummer. (?). Es geht weiter in einen Raum, in dem bereits 13 weitere Fluggäste warten. Das Gate schließt jetzt. Bericht von der Front: absolutes Chaos am Gate.
Erweiterte Sicherheitskontrolle. Ein hervorragend ausgebildeter Mitarbeiter -das ist ernst und nicht ironisch gemeint- beruhigt mich erstmal, indem er deutlich macht, dass kein Flugzeug Keflavik verlässt, dessen Passagiere noch teilweise im Security-Check sind. Ok. Check erfolgreich absolviert und ab zum Gate. Wir sind nicht die letzten. Die Crew an Bord begrüßt uns erstmal mit sehr willkommenen Wasserflaschen mit isländischem Gletscherwasser und der gewohnten Höflichkeit.
Auf in die USA.
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